Ein Kaffee vom Café "'S'coole Alpaca"

Basel bietet mehrere Möglichkeiten, um den Kaffeekonsum bewusst zu gestalten. © Café "S' coole Alpaca"

Kaffee – er bringt uns frühmorgens aus dem Bett, begleitet uns durch den Arbeitsalltag und ist oft der perfekte Vorwand, um sich bei einer Tasse über das Leben auszutauschen. Gleichzeitig ist das Kaffeebrühen zum trendigen Hobby geworden – von der Siebträgermaschine bis zur Latte Art.

 

Ob Wachmacher oder Genussmittel – Kaffee ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Doch vielleicht fragst du dich manchmal: Wie geht verantwortlicher Kaffeekonsum? Hier geben wir dir einige mögliche Antworten darauf, mit direktem Bezug zu Angeboten in Basel.

 

Immer mehr Menschen möchten Verantwortung für ihre Kaufentscheidungen übernehmen und wissen, woher die Produkte stammen, die sie konsumieren. Die Vielzahl an Labels und Versprechen macht es jedoch oft schwer, den Überblick zu behalten. Was steckt hinter Fair-trade? Was bedeutet direkter Handel? Und was macht tatsächlich einen Unterschied?

Wo du in Basel nachhaltigen Kaffee geniessen kannst

Kaffee – er bringt uns frühmorgens aus dem Bett, begleitet uns durch den Arbeitsalltag und ist oft der perfekte Vorwand, um sich bei einer Tasse über das Leben auszutauschen. Gleichzeitig ist das Kaffeebrühen zum trendigen Hobby geworden – von der Siebträgermaschine bis zur Latte Art.

 

Ob Wachmacher oder Genussmittel – Kaffee ist aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Doch vielleicht fragst du dich manchmal: Wie geht verantwortlicher Kaffeekonsum? Hier geben wir dir einige mögliche Antworten darauf, mit direktem Bezug zu Angeboten in Basel.

 

Immer mehr Menschen möchten Verantwortung für ihre Kaufentscheidungen übernehmen und wissen, woher die Produkte stammen, die sie konsumieren. Die Vielzahl an Labels und Versprechen macht es jedoch oft schwer, den Überblick zu behalten. Was steckt hinter Fair-trade? Was bedeutet direkter Handel? Und was macht tatsächlich einen Unterschied?

Text von: Nelly Müller

Kaffee hat seinen Preis – aber wer zahlt ihn?

Mehrere Kaffeeanbieter in Basel unterstützen einen nachhaltigen Direkthandel mit Produzentinnen und Produzenten, wodurch ein fairer und partnerschaftlicher Handeln ermöglicht wird. © Antonia Kaiser

Weltweit stehen Kaffeeproduzentinnen und -produzenten vor grossen Herausforderungen. Die Preise schwanken, die Produktionskosten steigen. Gleichzeitig setzen Klimawandel, Schädlinge und Abholzung den Anbaugebieten zu. Auch Umweltprobleme wie Wasserverschmutzung sowie schlechte Arbeitsbedingungen sind in vielen Regionen verbreitet.

Hinzu kommt: In globalen Wertschöpfungsketten profitieren oft vor allem Röstereien, Händler und Detailhändler vom Kaffeehandel, während im Produktionsland nur ein kleiner Teil der Wertschöpfung bleibt – mit direkten Folgen für die Einkommen der Produzentinnen und Produzenten.

Wie fair ist Fairtrade?

Fairtrade hilft, den Produzentinnen und Produzenten ein stabileres Einkommen zu sichern. © Café frühling

Ein Ansatz, um den Herausforderungen im Kaffeesektor zu begegnen, ist Fairtrade. Das System garantiert Mindestpreise für Kaffee und zahlt zusätzlich eine Prämie, die in Gemeinschaftsprojekte investiert wird. Ziel ist es, den Produzentinnen und Produzenten stabilere Einkommen zu ermöglichen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Doch Fairtrade hat auch Grenzen. Sind die Weltmarktpreise hoch, spielt der garantierte Mindestpreis kaum eine Rolle. Sind die Preise tief, sind viele Käuferinnen und Käufer nicht bereit, mehr zu zahlen. Zudem müssen Produzentinnen und Produzenten für die Zertifizierung Gebühren zahlen – ohne Garantie, dass sich diese Investition lohnt.

Neue Wege im Kaffeehandel

Kaffee kann auch in den unten genannten Betrieben genossen werden. © Café frühling

Fairtrade ist nicht der einzige Ansatz für gerechteren Kaffeehandel. In den letzten Jahren sind zahlreiche alternative Initiativen entstanden, die versuchen, Lieferketten transparenter und gerechter zu gestalten.

Ein Beispiel dafür ist der sogenannte direkte Handel: Hier stehen Rösterinnen und Röster und Kaffeeproduzentinnen und -produzenten in direktem Austausch, ohne mehrere Zwischenhändler. Oft entstehen langfristige Partnerschaften, in denen Preise gemeinsam ausgehandelt werden. Ziel ist es, mehr Transparenz zu schaffen und den Produzentinnen und Produzenten ein stabileres Einkommen zu ermöglichen.

Solche Ansätze sind kein Einzelfall. Ein Forschungsprojekt namens Trans-Local Food Coalitions hat im deutschsprachigen Raum über 300 Organisationen identifiziert, die neue Wege im Lebensmittelhandel gehen. Sie setzen sich für demokratische Werte und nachhaltiges Handeln ein. Darunter befinden sich auch mehrere Kaffeeanbieter in der Schweiz – vier davon kommen aus Basel.

 

      1. Direct Coffee

Das soziale Start-up Direct Coffee bezieht seinen Kaffee direkt von äthiopischen Kleinbauern, mit denen sie persönlich zusammenarbeiten, und zahlt dafür höhere Preise als im Fairtrade-System üblich.

Der Kaffee wächst in natürlichen Waldgebieten – ohne künstliche Bewässerung oder chemische Zusätze. Diese Anbauweise gilt als besonders biodiversitätsfreundlich.

      2. Haenowitz & Page Kaffeerösterei

Auch die Basler Rösterei Haenowitz & Page setzt auf direkten Handel und arbeitet mit Produzentinnen und Produzenten zusammen, die in sozialverträglichen und demokratischen Strukturen organisiert sind.

Der Kaffee wird ohne chemische Hilfsmittel angebaut und häufig in Mischkulturen kultiviert. Erhältlich ist er unter anderem bei Beschle, Coop oder im Kleinbasler Lebensmittelladen LOKAL. Weitere Verkaufsstellen findest du hier.

      3. Kaffeemacher:innen

Die Kaffeemacher:innen setzen auf Transparenz, Nachhaltigkeit und faire Zusammenarbeit entlang der gesamten Kaffeekette. Ihr Ziel ist es, den Austausch zwischen allen Beteiligten zu fördern und Wissen rund um Kaffee zugänglich zu machen.

Ihr Kaffee kann online bestellt oder direkt vor Ort genossen werden: im Café frühling im Kleinbasel oder im Kaffeemacher Café am Bahnhof Basel SBB. Zudem bieten sie Kurse in der Kaffee-Akademie im Gundeli an.

      4. Bertschi-Café

Das Traditionsunternehmen Bertschi-Café setzt sich für fairen Handel und biologischen Kaffeeanbau ein. Dabei legt die Rösterei Wert auf einen respektvollen Umgang entlang der gesamten Produktionskette – von den Produzentinnen und Produzenten in den Anbauregionen bis zu den Mitarbeitenden im eigenen Betrieb. Faire Preise, Flexibilität sowie gegenseitiger Respekt und Vertrauen bilden die Grundlagen ihres Handels.

Weitere Kaffee-Adressen in Basel

Neben den bereits erwähnten Cafés gibt es in Basel noch viele weitere Orte, an denen du bewusst Kaffee geniessen kannst. Im Januar 2026 eröffnete etwa das Café S’coole Alpaca im St. Johann. Der Kaffee stammt von Produzentinnen und Produzenten in Ecuador, zu denen eine direkte Beziehung gepflegt wird. Ein weiterer Tipp ist die kleine Kaffeemanufaktur La Columbiana im Gundeli – ein grosser Teil ihres Sortiments stammt aus direktem und fairem Handel. Am Kannenfeldplatz betreibt Celâl seit 2013 das Jêle Café: Hier wird bio- und veganer Kaffee serviert, der aus verantwortungsvollen Lieferketten stammt und Umwelt sowie fairen Handel berücksichtigt.

Viele weitere nachhaltige Adressen – auch über den Kaffeegenuss hinaus – findest du hier.

Hinter jeder Tasse Kaffee steckt mehr als nur Geschmack. Sich für Kaffee aus direktem Handel zu entscheiden, ist ein kleiner Schritt, der dennoch einen Unterschied machen kann. Und oft lässt sich dieser Schritt ganz einfach in den Alltag integrieren – etwa beim nächsten Einkauf oder beim Besuch eines der vorgestellten Cafés in Basel.

Folge uns und entdecke spannende Neuigkeiten