Orte zum Machen, Reparieren und Ausprobieren
Selbermachen statt neu kaufen: DIY-Projekte verbinden Kreativität und Nachhaltigkeit. © Gemini/ChatGPT
Spätestens zur Fasnacht zeigt sich, wie lebendig die DIY-Kultur in Basel ist. Überall wird genäht, gemalt, geschraubt und gebaut. Larven, Kostüme, Requisiten oder ganze Wagen entstehen in aufwendiger Eigenarbeit – oft über Monate hinweg und mit viel Herzblut.
Doch die Freude am Selbermachen gehört längst nicht nur zur fünften Jahreszeit. Wer Dinge selbst gestaltet oder repariert, entscheidet sich bewusst gegen schnellen Konsum und erlebt dieses besondere Gefühl, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben. Gerade in der Stadt ist das allerdings leichter gesagt als getan: Der Platz in der Wohnung ist meist knapp, der Keller ungeeignet, Lärm und Schmutz sind unerwünscht.
Genau hier setzen offene Werkstätten an. Sie schaffen Raum für Ideen und bieten alles, was du für dein DIY-Projekt brauchst – von Arbeitsflächen über Werkzeuge und Maschinen bis hin zu Menschen, die genauso leidenschaftlich dabei sind wie du. Nachfolgend findest du eine Übersicht, wo du diese Orte entdecken kannst.
Offene Werkstätten und Ateliers in Basel:
1. MacherSchaft – Öffentliche Werkstätten & Ateliers
Blick in eine der Werkstätten der MacherSchaft: Platz zum Bauen, Reparieren und Gestalten. © Nadine Born
Die MacherSchaft Basel ist ein zentraler Treffpunkt für alle, die gerne basteln, bauen oder reparieren möchten. An drei Standorten (Klybeck, Gundeli und Allschwil) findest du verschiedene Werkstätten und Ateliers, die ganz unterschiedliche Projekte möglich machen. Dazu gehören eine Holzwerkstatt, eine Velowerkstatt, ein Töpfer- und Tonatelier, eine Digitalwerkstatt und ein Siebdruckatelier.
Ob du dein Velo reparieren, einen Tisch bauen oder ein Siebdruck‑Projekt umsetzen willst – hier findest du Platz, Maschinen und Menschen, die wissen, wie’s geht. Ergänzend dazu bietet die MacherSchaft auch Workshops an – ideal, wenn du neue Techniken erlernen oder etwas Unbekanntes ausprobieren möchtest.
👉 Weitere Einblicke erhältst du in diesem Porträt oder direkt auf der Website der MacherSchaft.
2. Freiwerk Basel – Die Gemeinschaftswerkstatt
Die Gemeinschaftswerkstatt Freiwerk bietet Raum und Werkzeug für verschiedene Hand- und Werksarbeiten. © Roland Schmid
Das Freiwerk Basel liegt im Kultur- und Gewerbehaus ELYS im St. Johann. Die Gemeinschaftswerkstatt bietet sechs verschiedene Werkbereiche für Holz, Metall, Nähen, Töpfern, Fotografie und Velos. Auch hier kannst du ganz unterschiedliche Projekte verwirklichen – von handgedrehten Keramikschalen über robuste Pflanzenständer bis hin zu selbstgenähten Kleidungsstücken.
Neben der professionellen Ausstattung triffst du im Freiwerk auch auf eine lebendige Community, die regelmässig Workshops, Kurse und kulturelle Events auf die Beine stellt – so zum Beispiel einen Nähtreff, ein Velo-Café oder auch zahlreiche Einsteigerkurse in verschiedenen handwerklichen Bereichen.
👉 Weitere Details findest du hier in diesem Porträt oder auf der Website des Freiwerks Basel.
3. Neue Freizeitwerkstatt – Die öffentliche Holzwerkstatt
In der Neuen Freizeitwerkstatt entstehen Holzprojekte von der Idee bis zur fertigen Politur – mit Unterstützung erfahrener Schreiner:innen. © Brigitte Fässler
Die Neue Freizeitwerkstatt im Breite‑Quartier ist eine öffentliche, professionell eingerichtete Holzwerkstatt, in der du Möbel und andere Holzprojekte vom ersten Schnitt bis zur finalen Politur umsetzen kannst. Hier erhältst du Unterstützung von erfahrenen Schreiner:innen und Holzwerker:innen, die ihr Wissen ehrenamtlich weitergeben und dir bei der Planung deines Projektes und bei schwierigen Arbeitsschritten helfen. Die Werkstatt steht allen offen – auch ohne Vorkenntnisse oder Deutschkenntnisse.
👉 Mehr dazu erfährst du im Porträt oder auf der Website der Neuen Freizeitwerkstatt.
4. Kundenwerkstatt von Veloplus
Bild 5: Die Veloplus-Werkstatt bietet Werkzeug und fachliche Unterstützung für Fahrräder. © Freepik
Neben offenen Werkstätten gibt es auch Kundenwerkstätten wie beispielsweise jene von Veloplus. Hier kannst du dein Fahrrad selbst reparieren oder warten – mit hochwertigem Werkzeug, Spezialtools und oft auch mit fachlicher Unterstützung.
👉 Zur Website von Veloplus
Was der Zugang zu offenen Werkstätten kostet
Offene Werkstätten sind bewusst erschwinglich, die Kosten variieren je nach Konzept. © Freepik
Offene Werkstätten sind nicht kostenlos, aber bewusst niederschwellig und erschwinglich. Die Bezahlung erfolgt je nach Konzept beispielsweise über Stunden- oder Tagesgebühren, Mitgliederbeiträge, Kursgebühren oder auch auf Spendenbasis. Auf den jeweiligen Websites der einzelnen öffentlichen Werkstätten findest du mehr Infos zu den Preisen .
Material für dein DIY-Projekt: OFFCUT am Dreispitz
Bild 8: Offcut am Dreispitz: Secondhand-Materialien für kreative Projekte, von Holz über Stoffe bis zu Metallen. © OFFCUT Basel
Wenn du für dein kreatives Projekt noch das passende Material brauchst, lohnt sich ein Besuch bei OFFCUT am Dreispitz. OFFCUT sammelt und verkauft ausrangierte Materialien und setzt sich damit für die kreative Wiederverwertung ein. Das Sortiment reicht von Holzresten, Stoffen und Kunststoffen über Farben, Dekoartikel und Metalle bis hin zu überraschenden Einzelstücken.
👉 Mehr Infos zu OFFCUT Basel